Immer der Nase nach...
Mit Nymphen im Fluss auf Barben oder Na- sen zu fischen ist besonders im Sommer ebenfalls sehr spannend, jedoch eine kom- plett andere Fischerei. Denn besonders die Bisse der Nasen im Flachwasser auf die trei- bende Nymphe zu erkennen ist schwierig. Doch manchmal gelingt dies, wenn mitten im Schwarm das Vorfach an der hochgestellten Rute stoppt und ich unvermindert anschlage. Meist auf Verdacht. So wie an einem heißen Sommertag vor einigen Jahren. Doch der Reihe nach. Ich hatte meine Mittagspause genutzt, um zwischen zwei Meetings etwas abzuschalten… Am Fluss angekommen mon- tierte ich eilig eine Nymphe und sah im klaren Wasser einen Nasenschwarm „die Steine ab- grasen“, kein Zweifel, die Fische waren aktiv. Ich ließ meine Goldkopfnymphe daher durch den Schwarm treiben, zupfte sie immer wie- der an, bis das Vorfach an einer Sandbank plötzlich stehen blieb. Anschlag! Und Wi- derstand. Der Fisch nahm sofort einige Me- ter Flugleine von der Rolle, und die Fliegen- schnur straffte sich, sodass unvermittelt die Bremse die Flucht parieren musste. Nach einer Weile konnte ich eine Rückenflosse an der Oberfläche sehen: Eine Nase von knapp 50 cm hatte meine Nymphe genommen. Und was ich dann noch sah, machte mich etwas nervös: Der Haken saß gefährlich knapp im wahrlich letzten Maulwinkel.
„Jetzt nur keinen Fehler machen“, dachte ich, als ich den Haken im Maulwinkel sah. Die kurzen, aber heftigen Rucke des Fi- sches spürte ich in der Rutenspitze, jedoch nahm mir die gleichmäßig laufende Brem- se der DC 2 viel Arbeit ab und ließ mich die „Supernase“ bereits nach wenigen Minuten zum Kescher führen.
Wow, was für ein Fisch in der Mittagspause!